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Liebe Bayern, macht mit beim

Volksbegehren „Rettet die Bienen!“

Noch bis Mittwoch, den 13. Februar 2019, liegen in bayrischen Rathäusern Listen aus, in die ihr euch im Namen einer „enkeltauglichen Zukunft“ eintragen könnt. Auch wenn die Bienen auf der Titelseite stehen, geht es hier um den Schutz von allen Insekten und diversen Tierarten, wie z.B. Vögeln, Ringelnattern und Feldhasen. Laut Untersuchungen des WWF oder auch der Krefeld-Studie (link: https://www.nabu.de/news/2017/10/23291.html) haben wir es nämlich mit dem bislang größten Artensterben in Deutschland zu tun.

Hauptgrund für diesen drastischen Verlust ist die konventionelle Landwirtschaft, die mit dem Einsatz von Pestiziden die Lebensräume und Nahrungsgrundlagen von Insekten vernichten. Die Insekten wiederrum sind die Nahrungsgrundlage vieler Vögel und Amphibien und so geht es immer weiter. Auch Äpfel, Birnen und Kirschen – um nur ein paar Beispiele zu nennen - werden zu rund 50% von Bienen bestäubt.

Wenn denn welche da sind! Inzwischen sind über die Hälfte aller Bienenarten vom Aussterben bedroht, während an die 80% aller Falter hierzulande (im Vergleich zum Jahr 1990) bereits verschwunden sind. (link: http://www.bund-rvso.de)

Und selbst da hört der Rattenschwanz noch nicht auf. Neben der Artenvielfalt gilt es außerdem bäuerlich wirtschaftende Familienbetriebe zu retten. „Jedes Jahr verschwinden nicht nur tausend Tierarten, sondern auch tausende Bauernhöfe von der bayerischen Landkarte“, erklärt Bernhard Suttner von der ÖDP.

Die ÖDP Bayern hat dieses Volksbegehren ins Leben gerufen. Ziele der Ökologisch-Demokratischen Partei sind u.a. eine ökologische Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Dazu zählen die Stärkung regionaler Kreisläufe und die Sicherung von guten, gesunden Lebensmitteln.

Was muss also passieren?

Wir müssen neue Wege gehen. Die Landwirtschaft in Deutschland muss zukunftsfähiger werden. Insektizide, Herbizide und Pestizide gehören verbannt und die Fläche des Ökolandbaus erheblich ausgeweitet. Der Schutz von Naturgebieten wie Hecken, Böschungen, Ufer und Wildwiesen ist essentiell für den Erhalt bzw. die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume. Die Regierung muss den Blick auf das Allgemeinwohl richten. Und genau das fordert dieses Volksbegehren. Damit es als Gesetzentwurf ins Parlament kommt, braucht es die Unterschriften von mindestens 10 Prozent der Stimmberechtigten in Bayern. Das ist absolut machbar! Nutzt diese Möglichkeit der Einflussnahme, die ihr im Rahmen der bayrischen Verfassung habt. Hier findet ihr euer Rathaus: https://rathausfinder.volksbegehren-artenvielfalt.de

Dreht das Ruder rum. Möge die Macht (des Volkes) mit euch sein!


Foto: Aaron Burden (www.unsplash.com)


Veröffentlicht 
am 06. Februar 2019
von Natascha Solis

Schlagwörter

Regionalität | Nachhaltigkeit | Zukunft | Verantwortung | Ressourcen