Verpackungen

So wenig wie möglich, so viel wie nötig

Unsere Verpackungen 

im Überblick

MOIN macht aus einer Haltung der Achtsamkeit heraus gutes Essen, mit dem wir so viele Menschen wie möglich versorgen möchten. Damit unsere Backwerke auf dem Weg von uns zu dir geschützt sind, müssen wir sie gut verpacken. Dabei muss die Verpackung aus frische- und hygienebedingten Gründen bestimmte Voraussetzungen erfüllen und eine ausreichende Barriere gegen Wasser und Sauerstoff bieten. Hier ist Kunststoff die beste Wahl. In der folgenden Tabelle möchten wir dir einen Überblick darüber geben, welche Materialien wir aktuell benutzen, woraus sie hergestellt sind, wie sie recycelt werden können und ob es Alternativen gibt.

Übrigens: Zu diesem Thema haben wir ein sehr interessantes Interview mit dem Kunststoffexperten Herrn Dr. Harald Käb geführt, das du hier lesen kannst.

Tabelle_Verpackungen

Der Großteil unserer Backwerke verlässt die Produktion in Großverpackungen mit bis zu 75 Stück pro Karton – das bedeutet: viel Inhalt bei verhältnismäßig wenig Verpackung. Diese Brötchen, Croissants, Strudel u.v.m. erhältst du an der Backtheke, und von dort aus kannst du sie gern in deinem mitgebrachten Beutel nach Hause tragen. Bei unseren Tüten für die Krustis, Dinkel La Flute und Laugenbrötchen, die du in der Tiefkühlung findest, sparen wir seit April 2019 dank maschineller Umbauten an unseren Verpackungsmaschinen 15 % der Kunststofffolie ein (siehe Artikel MOIN macht weniger Müll).

In der Hoffnung, zukünftig auch Kartons sparen zu können, testen wir bei unseren Großverpackungen derzeit ein Pfandsystem. Die Pappkartons von innen zu beschichten, um Folien zu sparen, wäre nicht sinnvoll, da sie dann nicht mehr sortenrein recycelbar wären. Aus genau diesem Grund sind auch die kleinen Schachteln für unsere feinen Teige und gefüllten Teigtaschen unbeschichtet. Da kannst du zuhause ganz einfach Schachtel und Kunststofffolie getrennt in die Papiertonne bzw. den Gelben Sack geben.

Außerdem konnten wir bei unserer Stretch Folie den Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr immerhin halbieren. Und bezüglich unseres Klebebands testen wir gerade eines aus Pappe, da das momentan als umweltfreundlichste Alternative zu Gurten gilt. Gurte schützen unsere Backwaren beim Umladen leider nicht ausreichend und wenn unser gutes Essen aufgrund von Transportschäden weggeschmissen werden müsste, hätten wir auch unter dem Gesichtspunkt Nachhaltigkeit viel höhere Einbußen.

In unserer Bäckerei sind wir bezüglich Recycling sehr gut aufgestellt. Alle Pappen und Kunststofffolien, die wir von unseren Lieferanten erhalten, werden im benachbarten Papierwerk, der Steinbeis GmbH, z.B. zu Druckerpapier recycelt. Nicht mehr verwertbare Kunststoffe werden zu Wärme und Strom umgewandelt, die für die Papierherstellung notwendig sind. Und unsere Teigabfälle werden zu Biogas umgewandelt.

Auch interessant zu wissen ist, dass wir alle 14 Tage gerade mal 80 Liter Restmüll produzieren. Für ein Unternehmen mit über 60 Angestellten ist das schon mal eine ziemlich gute Bilanz. Was nicht heißen soll, dass es nicht noch besser geht. Luft nach oben ist immer und deshalb bleiben wir natürlich an dem Thema dran. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass man genau hinschauen muss, welche Veränderungen uns wirklich weiterbringen. Neue Materialien versprechen bislang oft mehr als sie halten können, weshalb das Einsparen von bestehenden Materialen ein guter Ansatz ist. Das Thema Verpackungen und Plastik ist komplex und wird weiterhin unsere Aufmerksamkeit verlangen. Denn Nachhaltigkeit ist kein Zustand, sondern ein Weg der stetigen Verbesserung, wie Dr. Harald Käb in unserem Interview so schön sagte. Mehr dazu hier.

Veröffentlicht 
am 16. Dezember 2019
von Natascha Solis

Schlagwörter

Verpackung | Ressourcen | Verantwortung | Nachhaltigkeit